Weltweit treibt bald mehr Plastik als Plankton durchs Meer; Wasserschildkröten, Fische und andere Meerestiere sowie Vögel fressen es nicht nur, sondern sterben auch oft daran. Am 23.10.18 fand beim Reinfelder „Grünschnack“ ein Themenabend mit geladenen Gästen und Fachleuten rund um dieses Thema statt.

Auch an der Kant-Schule Reinfeld wurde „Plastikverbrauch senken“ vor Kurzem von einer 11. Klasse thematisiert und von Schülerinnen einer 9. Klasse „Plastik in den Meeren“ als Projektarbeit angekündigt. Ernste Themen – doch einen „Witz“ gab es an diesem Abend auch; mit „Smooth Panda“… Kernfragen des Grünschnacks in Reinfeld waren zunächst:

Wie kann der Plastikverbrauch beim Einkaufen vermieden werden? Und gibt es umweltfreundliche Alternativen?

Organisiert und moderiert wurde der Themenabend von Linda Witte, Vorstandsmitglied des Ortsverbandes der GRÜNEN Reinfeld/Nordstormarn.

Thematisiert wurde das Plastik-Problem überwiegend durch Impulsvorträge von Fachleuten. Dabei waren: Tina Ahrens, Geschäftsführerin der fünf Landwege-Märkte in Lübeck und Vorstand im BNN (Bundesverband Naturkost und Naturwaren), Oliver Wagner, Warenhausleiter des Famila Marktes in Reinfeld, Dennis Kissel, Geschäftsführer des AWSH (Abfallwirtschaft Südholstein), Marlies Fritzen, Abgeordnete im Landtag Schleswig-Holstein für die GRÜNEN und stellvertretende Landtagspräsidentin, Katja und Sven Seevers, Geschäftsführer und Gründer der Firma Superseven  aus Wentorf (Südstormarn nahe Hamburg).

Tina Andres (Landwege-Märkte) berichtete lebhaft von alternativen Konzepten im Lebensmittelmarkt . Zum Beispiel von „Unverpackt“. Dabei bringen Kunden ihre eigenen Behälter (Dosen, Gläser, spezielle Beutelchen) mit in die Läden und bekommen an den Frischetheken ihre Ware darin abgefüllt. Dadurch werden Einwegverpackungen gespart! Oliver Wagner (Famila) erzählte, dass sie das offiziell nicht dürfen, aber bei einzelnen Kunden auf deren Bitte hin tun. Außerdem entsorgen sie, seit dem Plastikdrama in der Schlei (siehe unten), abgelaufene und nicht mehr verkaufbare Frischeprodukte wie Obst und Gemüse GETRENNT von den Verpackungen. Bisher wird im Einzelhandel meistens alles zusammen in den selben Müll geworfen und nicht getrennt. Auf Umwegen gelangen solche klein gekäkselten Verpackungen über den angeblichen reinen Biomüll überall hin – zum Beispiel in die Schlei (Ostseearm in Schleswig-Holstein).

Dennis Kissel (AWSH) berichtete, dass eigentlich auch in jeder privaten Bio-Mülltonne diverser anderer Müll zu finden ist. Überwiegend Plastik-Verpackungen, Plastik-Pflanztöpfe, etc. Er hat einen ziemlich coolen faltbaren Flyer zur Kampagne „Wir für Bio“ mitgebracht (Foto oben); mehr zur Kampagne siehe Website: https://www.wirfuerbio.de

Marlies Fritzen (Landtag SH für die GRÜNEN) berichtete über Möglichkeiten und Chancen aus der Politik dazu. Ihr Anliegen ist auch, nicht nur Handel und Industrie zu ändern und all das Plastik wieder aus den Meeren zu holen, sondern auch die Menschen zum Umdenken zu bewegen. Denn: Jeder Einzelne muss eine Veränderung wollen und danach handeln – d.h. auf Plastik verzichten, wo es möglich ist; natürlich Müll jederzeit richtig trennen und zum Beispiel nur noch bei Einzelhändlern kaufen, die nachweisbar eigene Bemühung zur Plastikvermeidung und -trennung leisten.

Frau Fritzen sagte u.a.: „Ich habe mich mal auf die Suche nach Toilettenpapier begeben, dass nicht in Plastik eingepackt ist – und es nicht gefunden!“. Als hätte es in einem Drehbuch gestanden, folgte ein Ruf aus dem Publikum von der Autorin dieses Artikels: „Doch, gibt es. Von einer Reinfelder Firma!“ Viele lachten, denn die Firma Smooth Panda, mit Sitz im Alfa-Park (dort wo auch erKant ihr Büro hat), ist ein StartUp mit ziemlich „grünen“ Ideen. Ausgangsbasis ist deren Toilettenpapier aus Bambus – verpackt in Papierkartons.

Gekrönt wurde diese, wirklich nicht abgesprochene Geschichte, dadurch, dass Grünen-Organisatorin Linda Witte als Danke für alle Redner des Abends Smooth-Panda-Pakete gekauft hatte und am Ende des Abends überreichte.

Doch: Menschen und ihre Gewohnheiten lassen sich nicht von einem Tag auf den Anderen ändern! Die Alternative?

Ebenfalls zu Gast waren Katja und Sven Seevers (Superseven). Ihre Firma entwickelt, produziert und handelt Verpackungen, die zu 100% biologisch oder technologisch wiederverwertet werden können. Sie haben mit ihren Produktideen bis jetzt 3 Awards gewonnen!

Damit Menschen, Industrie und Handel mit weniger schlechtem Gewissen an ihren Gewohnheiten festhalten können, haben sie doe Verpackungsmarke „Repaq“ entwickelt, deren Produkte TATSÄCHLICH wie Biomüll einfach „vergammeln“. Sie sind aus Cellulose, Zuckerrohr und Stärke – garantiert Plastikfrei, aber genauso zu benutzen! Angeboten werden von ihnen plastikähnliche Verpackungen wie Folien, Tüten und Flowpacks, Rollenwaren und Sachets, Stickpacks, Etiketten und Doypacks. Keine Ahnung was das alles ist? Guck nach unter: https://www.superseven.eu/de/produkte/

Heißt in der Summe für Leute, die einkaufen? Entweder eigene Behälter mit in den Laden bringen oder nur noch Produkte kaufen, die Plastikfrei eingepackt sind.


Quellen und weitere Infos:

Die Digitalisierung wird als Querschnittsthema in allen Lebens- und Wirtschaftsbereichen vorangetrieben. Da der Bildungsbereich in Deutschland, ganz besonders in Schleswig-Holstein, der weltweiten Entwicklung hinterherhinkt, wollen Betroffene und Politik die Digitalisierung in Schulen vorantreiben. Bei diesem komplexen, vielseitigen Thema tagte der Reinfelder Bildungsausschuss am 22.10. in Reinfeld ohne Tagungsvorlage und ohne Konzept, und zeigte, dass das so nicht zum Ziel führt.

Der Abend begann mit einem Rundgang durch die Schule. Christian Matthiessen (Jahrgangsleiter der 9. und 10. Klassen; Foto: 3. v. li) berichte vom Zustand der Technik. Im einzigen PC-Raum stehen circa 20 PC´s mit Windows 7; rund 1/4  davon sind defekt und können nicht mehr genutzt werden.

Zwei Laptop-Wagen mit jeweils 25 Geräten sind vorhanden; sie sind auch nicht mehr die jüngsten, vor allem sind keine aktuellen Software-Versionen installiert und die Internetverbindung funktioniert nur mit Glück. Gezieltes zuverlässiges Lehren und Lernen ist mit dieser alten Technik und schlechtem Netzwerk (LAN und WLAN) nicht möglich. Schüler, die notenrelevante Projektarbeiten durchführen müssen, deren Eltern aber weder PC noch EDV-Knowhow haben, sind benachteiligt. „Eine Präsentation auf Tonpapier ist nun einmal nicht so beeindruckend, wie eine Powerpoint-Präsentation!“ sagte stellvertretende Schulleiterin Jennifer Behncke (auf dem Foto 2. von links)

Über Tablet-Klassen oder Ausstattung aller Klassen mit interaktiven Whiteboards, Tablets, Dokumentenkameras etc. für die Gemeinschaftsschule wurde im Verlauf des Abends nicht geredet.

Auf dem Weg zum Mehrzweckraum sagte der neue Schülersprecher Dawinder Singh (16j, 11. Jahrgang) zu René Krolow (CDU und Eltern-Digitalisierungsteam) und Susanne Braun-Speck (Eltern-Digitalisierungsteam & Coach der Online-Schülerzeitung, etc): „Viele 10.-Klässler wechseln auf andere Schulen, um ihr Abi zu machen, weil die technische Ausstattung hier so schlecht ist!“ Das war insofern keine Neuigkeit. Um so überraschender war es, dass ein WIR-Mitglied (eine Schulleiterin aus Lübeck) schon bei der Besichtigung des PC-Raums das Argument von René Krolow als zusammenhanglos abbügelte, als dieser sagte:

„Mit der Digitalisierung kann auch der Erhalt der Oberstufe unterstützt werden“!

Im Mehrzweckraum der Kant-Gemeinschaftsschule waren mittlerweile viele Eltern eingetroffen (grob geschätzt 30) und wohnten der Bildungsausschusssitzung bei. Die 12 anwesenden Mitglieder beschlossen direkt, dass Tagesordnungspunkt 5 – das Thema Digitalisierung – nach vorne gezogen wird. In der Bürgerfragerunde stellte Jan Homeyer, SEB-Vorstand, die Frage, ob Digitalisierung eine notwendige Maßnahme sei und entsprechend in den Ergebnishaushalt gehöre, was die Genehmigung von finanziellen Mitteln grundsätzlich leichter macht. Beate Horn (Stadtverwaltung) erklärte den Unterschied zwischen Ergebnishaushalt und Investitionshaushalt. Doch die Antwort auf seine Frage war nicht eindeutig; ein Elternteil stellte die Frage anders; die Antwort klang danach eindeutiger, nach: Ja, das Bildungsministerium verlangt die Digitalisierung und ist ein Muss.

Die Digitalisierung in Schulen hat also vorangetrieben zu werden.

Manfred Schönbohm (WIR) sagte sinngemäß: „Bisher haben die Reinfelder Schulen niemals etwas in Sachen Digitalisierung an uns herangetragen. Jetzt wurden wir damit ziemlich überrascht. Dabei sind wir seit Jahren in stetigem Dialog … Warum hat nie einer der Schulleiter etwas dazu gesagt? Warum kommt das jetzt so plötzlich?“

Nach diesem ersten Ausflug in das Digitalisierungs-Thema lieferten die drei Schulleiter ihre Berichte ab (MCS/Grundschule, KGS/Gemeinschaftsschule und EKS (Sonderschule)). Die einzige Schule, die bisher im Rathaus Investitionsanträge für den Haushalt 2019 in Sachen Digitalisierung eingereicht hat, ist die MCS, erwähnte Beate Horn. Außerdem erklärte sie, dass es immer zwei Netzwerk geben müsse; das Verwaltungs- sowie das Schulnetzwerk, die getrennt nutzbar sein müssen; das alleine aus Datenschutzgründen. Weiterhin wäre die Firma Dataport beauftragt, Glasfaser zu verlegen. Aber Reinfeld wäre halt nur eine Gemeinde, die Dataport auf der Agenda hat. Bis 2020 soll Glasfaser aber liegen.

Grundschule stellte konzeptionelle Ansätze vor.

Die Grundschulleiterin Anke Rohweder (MCS) hat sich vielseitig in Sachen Digitalisierung fortgebildet und andere Schulen besucht. Sie strebt an, es wie eine Lübecker Schule zu machen. Diese hat in jeder Klasse einen Beamer und jeder Lehrer ein I-Pad, sowie Apple-TV und natürlich WLAN. Dafür rechnet sie mit 1.700 EUR pro Klasse. Mit der Zeit sollen in der Pilotschule 5 I-Pads pro Klasse angeschafft werden. Das wünscht sie sich für ihre Grundschule auch.

Auf einer Veranstaltung, auf der sie und auch die Schulleiterin aus Lübeck (WIR-Mitglied) gewesen waren, sollen I-Pads von Apple die besten APPs und Lerntools anbieten und konkurrenzlos sein. Die KGS und auch Reinfelder Politiker möchten sich aber auch günstigere Android- und Windows-Tablets ansehen. Die Schulleiterin der EKS (Sonderschule) erklärte nur explizit, dass sie in keinem Fall auf private Geräte ihrer Schüler setzen könne.

BYOD (bring your own device) ist allerdings an vielen Schulen üblich, gerade an solchen mit I-Pad-Klassen (Anmerkung der Redaktion). Die KGS setzt sogar darauf, und baut ihre Vorhaben auf die neue Handynutzungsordnung (federführend in dieser AG: Christian Matthiessen und Susanne Braun-Speck), in der Smartphones als Arbeitsmittel im Unterricht vorgesehen sind – statt Tablets und interaktive Whiteboards? Siehe dazu, wie die Digitalisierungs-AG der Eltern das angehen würde.

Die KGS entwickelt sich Schritt für Schritt, hat aber noch kein Konzept.

Vor 5, 6 Jahren waren im Rahmen eines Schulentwicklungstages, sowie durch Besuche von Schulleiter Sven Trinkler und Stufenleiter Christian Mathiessen von Workshops, etc bereits pädagogische Ansätze und Ideen entwickelt worden. Leider wurden die nicht verfolgt. Mittlerweile sei der überwiegende Teil der schulinternen Fachcurricula durch digitale Lerninhalte ergänzt, erzählte Christian Matthiessen. Technik-Knowhow wird von jungen technik-affinen Lehrern an andere Lehrer (peer2peer) vermittelt; pädagogische Konzepte werden Stück für Stück entwickelt. Leider fehle aber ein funktionierendes WLAN, weshalb all das nicht viel nutzt.

Weiterhin ist die KGS mit den Firmen IT-TEC aus Reinfeld, WEKO aus Lübeck sowie IT-Resa aus Kiel im Gespräch und hat von diesen bereits Angebote vorliegen oder ist mit ihnen im Gespräch – wegen Wartungs- und Supportverträgen. Die Schule wünscht sich zeitnah einen Access-Point. Aber auch jetzt wurde nicht von flächendeckender Ausstattung zum digitalen Lernen in der Schule gesprochen.

Wie die Digitalisierungs-AG der Eltern das angehen würde, steht hier.

René Krowlow (CDU) meldete sich zu Wort und fasste noch einmal alles bis hierhin gehörte zusammen und forderte, dass drei Beschlüsse an diesem Abend gefasst werden sollten. A) eine Netzwerkanalyse, b) das Knowhow (Beratung) eingekauft wird und c) dass konkrekte Maßnahmen formuliert werden. Auch Geert Karnick (Grüne) äußerte sich dazu konkret und meinte, es könne keine Fördermittel ohne Konzept geben. Daran müsste doch zuerst gearbeitet werden. Dies entspricht auch den Forderungen der Ministerien bezüglich DigitalPakt.

Die stlv. Schulleiterin der KGS, Jennifer Behncke, berichtete zudem, dass sie sich bewusst wären, dass sie einen Medienentwicklungsplan (MEP) erstellen müssen, um Mittel aus dem DigitalPakt zu bekommen. Auf die Frage von Geert Karnick (Grüne), wieweit sie denn damit seinen, kam keine konkrete Antwort und kein geplanter Termin. „Wir haben bisher nur die Grundsätze formuliert.“ Klar wäre aber, dass der MEP mehrere Bestandteile hat – den Bereich der Finanzierungsplanung können aber die Lehrer nicht erbringen, sagte sie und meinte, das wäre wohl Aufgabe der Verwaltung. Dem ist aber nicht so (Anmerkung der Redaktion) im Sinne des DigitalPakts.

Frau Behncke beantwortete die Frage von Manfred Schönbohm (WIR), nach Manpower und Rat aus dem IQSH sinngemäß mit: „Ja. Wir haben dort angefragt und sind mit dem IQSH im Gespräch. Die können uns nur per E-Mail etc bei der Entwicklung des MEP beraten, aber aufgrund von Personalmangel nicht hier vor Ort helfen! Viel erwarten können wir von dort derzeit nicht.“

Wie dann jemals der MEP fertig werden soll, ist unklar. Im Übrigen war wohl das IQSH verwundert gewesen, dass die KGS nur Beamer und WLAN haben möchte.

Einen Antrag auf Knowhow-Einkauf oder Beratungsleistungen für die Entwicklung des MEP stellte niemand, obwohl sich die Parteien dahingehend einig schienen.

Das, obwohl das SH Bildungsministerium explizit genau dazu rät! Manfred Schönbohm (WIR) nahm den Faden der fehlenden Manpower erneut auf und schlug vor: „Wie sieht es denn mit einem Medien-Beauftragten oder wie auch immer der heißen soll, aus? Das ist doch eine Personalfrage, die auch die Stadtverwaltung betrifft. Wir sollten jemanden einstellen, der sowohl die Schule wie auch die Verwaltung in Sachen Digitalisierung betreut! Dann hängen wir auch nicht mehr so an dem IT-Verbund, wo sich nie einer zuständig fühlt.“

Beate Horn (Stadtverwaltung) winkte ab, und sagte, von einem einzigen Digitalisierungs-Mitarbeiter würde auch zuviel abhängen und ggf – bei Krankheit – zum Beispiel nicht verfügbar sein. Sie schlug alternativ vor, dafür eine Firma mit mehreren Mitarbeitern einzukaufen, die auch verschiedene Kompetenzen mit mehreren Mitarbeitern verfügbar hätte. René Krowlow (CDU) hakte da auch mehrfach ein.

Ein Antrag für den Haushalt 2019 wurde dahingehend dennoch nicht gestellt.

Schulleiterin Jennifer Behncke erklärte noch, dass die KGS noch 22tsd Euro hätte, die Schulleiter Trinkler für Beamer beantragt und bisher zurückgehalten hätte. Das, weil Beate Horn das einzige ihr vorliegende Angebot wegen „windiger“ Formulierungen nicht genehmigen konnte. Hiernach entfachte eine langatmige Diskussion voller Missverständnis und Verwirrungen über die mögliche anderweitige Nutzung dieser Mittel.

Während Stufenleiter Christian Matthiessen unter „Ausleuchtung“ die Verteilung von WLAN in der Schule meinte; verstanden die Politiker darunter „Netzwerk-Analyse“. Doch bis dieses Missverständnis aufgeklärt werden konnte, verging wertvolle Zeit. Der KGS liegt längst ein mündliches Angebot von rund 6.000 Euro, mit dem eben diese Ausleuchtung samt Netzwerkeinrichtung durchgeführt werden könnte, vor. Dann hätte die Schule endlich komplett WLAN; wichtig für jeglichen Schritt in Sachen Digitalisierung. Allerdings meinte die Lübecker Schulleiterin (WIR), sie wissen aus Erfahrung, dass das rund 20tsd Euro pro Schule kosten würde.

Daraus entstand der Beschluss dieses Abends, dass alle drei Reinfelder Schulen in den Genuss von flächendeckendem WLAN komme solle – allerdings für viel mehr Geld. Dafür wurden für die MCS 20tsd, für die KGS 25tsd und die EKS 5tsd veranschlagt. Frau Behncke erwähnte mehrfach, die EKS sei ja bei ihnen, der KGS, im Gebäude und werde natürlich bei jedem Schritt mitbedacht.

Eine Frage anwesender Bürger wäre gewesen (hätten sie etwas sagen dürfen):

Warum sind jetzt 50.000 EUR für WLANs genehmigt worden, obwohl die KGS dafür nur 6.000 braucht?

Im zweiten Antrag wurden eine Netzwerk- und Hardware-Analyse sowie deren Instandsetzung beschlossen. Den dritten Antrag hörte die Autorin nicht mehr, weil sie als bürgerliches Mitglied der Veranstaltung diesen Widersinn zu Antrag 1 nicht äußern durfte und auch nicht fragen konnte, wieso niemand Anträge für neue Hard- und Software sowie Beratung/Knowhow-Einkauf für die benötigte Konzeption stellte. Ihre Bitte sich äußern zu dürfen, lehnte Bildungsausschussleiterin Monika Poppe ab. Entsprechend ging sie – als zweite Genervte.

Der Abend hatte sich in die Länge gezogen; es wurde beschlossen, die weiteren Tagesordnungspunkte auf Mittwoch zu verlegen.

Ist das die letzte Chance für die KGS, doch noch Anträge für Hardware- und Beratungsleistungen für 2019 zu stellen?

Wie die Digitalisierungs-AG der Eltern das angehen würde, steht hier.

Spätestens seit dem Plastikskandal in der Schlei wissen wir, dass Plastikmüll auch bei uns in Norddeutschland zu ernsthaften und langfristigen Umweltproblemen führt. Im Frühjahr 2018 wurden Millionen Plastikteilchen in dem Ostseearm entdeckt. Sie waren aus der Schleswiger Kläranlage dorthin gelangt. Daraufhin fasste der Bundesrat am 21. September einen Beschluss zur Vermeidung von Kunststoff-Verunreinigungen in der Umwelt bei der Entsorgung verpackter Lebensmittel (Pressemitteilung der Grünen).

Das Fraunhofer-Institut veröffentlichte erst im Juni 2018 eine Studie zum Thema „Kunststoffe in der Umwelt: Mikro- und Makroplastik“, die die Problematik „Mikroplastik“ nochmal in den Vordergrund gerückt hat.

Das Thema „Plastik“ ist allgegenwärtiger denn je. Darum finden die GRÜNEN des Ortsverbandes Reinfeld-Nordstormarn: „Es ist Zeit auch in unserem Wohnort über Vermeidung von Plastikmüll nachzudenken und Aufklärung über das Recycling zu schaffen.“ Doch was gibt es für Alternativen?

Um diese Frage zu diskutieren, lädt der Ortsverband BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Reinfeld-Nordstormarn alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zum Grünschnack in das Forsthaus Bolande ein. An einem spannenden Abend sollen die Bedeutung und die Möglichkeiten zu Thema „Plastik“ für uns als Mitbürger, Marktsteher des Wochenmarktes und Geschäftsführer eines Lebensmittelmarktes der Stadt Reinfeld beleuchtet und diskutiert werden. Wir freuen uns auf sehr interessante Experten, als auch Betroffene, aus unserer Stadt.

Datum: 23. Oktober
Zeit: 19:00  – 21:00
Veranstalter: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN OV Reinfeld-Nordstormarn
Adresse: Bolande 43 23858 Reinfeld

Geschichten, Erzählungen, Songs und Gedichte op platt von und mit Bärbel Wolfmeier und Inge Lorenzen sind am Freitag, 19. Oktober ab 19.30 Uhr, in der Matthias-Claudius-Kirche zu erleben.

Die Stadt Reinfeld und der Heimatbund Stormarn sind mit diesem Abend in der Matthias-Claudius-Kirche Teil der 18. Plattdeutschen Tage Stormarn.

Laat di nich pisacken! ist der Titel des aktuellen Buches von Bärbel Wolfmeier, erschienen im März 2018 im Quickborn-Verlag Die sympathische Frau mit dem Lockenkopf stolpert hier über Kuriositäten und sammelt sie wie Bernsteine am Strand. Don „t worry, be happy. Das ist oft leichter gesagt als getan, gibt es doch im Leben schier unerschöpflich viele Gründe, sich zu ärgern. Da reicht eigentlich schon das norddeutsche Wetter. Aber damit nicht genug, müssen wir uns zudem mit anderen Leuten herum  und über uns selbst ärgern. Bärbel Wolfmeier unterhält feinsinnig, bleibt kritisch, hadert manchmal mit sich selbst, schmunzelt nachdenklich und bietet dem Leben und dem dazugehörigen Schietwetter auf ihre ganz eigene nordische Art die Stirn.

Die fünffache Mutter schreibt Lyrik und Kurzprosa bzw. Slam-Texte. Veröffentlicht wurden ihre Texte bisher in vielen Anthologien, darunter in „Das Gedicht“ vom Anton G. Leitner Verlag. Ihre Plattdeutschen Wurzeln grub sie nach dreißig Jahren wieder aus und kultiviert sie seitdem täglich. 2014 belegte sie den 2. Platz beim Landschreiber Literaturpreis und wurde Finalistin bei den Poetry-Slam Landesmeisterschaften in Schleswig-Holstein. Sie ist 2. Vorsitzende des Vereins der Schriftsteller in Schleswig-Holstein e.V. und seit November 2014 Autorin der Sendereihe „Hör mal ´n beten to“ vom NDR 1. 2015 erschien ihr Debütbuch „Diekschoop in Overkneestielettosteveln“ im Quickborn-Verlag und war damit 2016 auch in Reinfeld schon zu Gast.

Inge-Sophie Lorenzen, bekanntes Bandmitglied der norddeutschen Folkgruppen Lorbaß und der Mollies trägt den musikalischen Part des Abends. Sie singt Sopran und spiel Gitarre. Den irischen Folksong interpretiert sie dabei genauso gekonnt wie ihre plattdeutsche Version von „Mercedes Benz“. Mit ihren Liedern begleitet sie die Texte von Bärbel Wolfmeier.

Zusammen ergibt das ein gehöriges Maß von plattdeutscher Frauenpower, frisch und auch ein bisschen frech.

Karten zu 12,-€ sind in der Buchhandlung Michaels (plus VVG), im Kartenreservierungsservice auf www.reinfeld.de und an der Abendklasse (14,-€) zu erwerben.

Quelle: Presseinfo mit Text und Foto: Stadt Reinfeld, Britta Lammert

Auf der großen Bühne am Herrenteich überraschte die Oldesloer Band „Days of Northern Lights“ mit Sängerin Hanna Dreu die Gäste mit eingängigem Pop, der ein wenig an Lena Meyer-Landruts Musik erinnert. Als spontan der Reinfelder Niklas Reinert, Empathy auf die Bühne ging und ein Duo mit ihr performte, stand fest: Von denen wollen wir mehr hören!

Als dann erst Niklas und direkt danach Hanna den Weg einer erKant-Redakteurin kreuzte, wurden natürlich spontan Live-Interviews geführt. Am Ende kam raus: Der Weg der beiden Sänger von der Schulbank auf die Bühne fing ganz verschieden an … Niklas, Reinfelder, der gerade sein Abi an der Immanuel-Kant-Schule macht, arbeitete sich aus dem Sumpf seiner Gefühle nach dem Tod seines Stiefvaters heraus, indem er anfing zu schreiben und zu singen. Hanna, Oldesloerin, die 2018 ihr Abi bereits in der Tasche hat, fing dagegen schon im Alter von 5 Jahren mit Gesangsunterricht an. Unter anderem im Chor von Hennig Münther.

Sie gehen das Musikmachen auch anders an: Während Hanna mit ihrer Band teure Studioaufnahmen macht, dreht Niklas sogar Musikvideos selbst. Er kann die Sparkasse Stormarn als Sponsor nennen; Hanna´s Band muss dagegen noch das Kapital auftreiben, um den folgenden, neuen Song „Icecold“ aufnehmen und veröffentlichen zu können. Unten findet ihr alles als Video-Interviews; hier erst einmal Days of Northern Lights live:


Daten & Live-Interview mit Niklas Niklas / Empathy

Künstlername: Empathy
Musiker: Niklas Reinert
Start: 2016
Genre: RAP-Musik
Sprache der Songs: Deutsch
Heimatort: Reinfeld

Aktuell sind seine Songs & Infos hier veröffentlicht:

Eins seiner Musik-Videos gedreht am Herrenteich in Reinfeld:

Daten & Live-Interview mit Hanna / Days of Northern Lights

Bandname: Days of Northern Lights
Musiker: Hanna Dreu (Gesang), Tristan Riedinger (Piano & Gesang), Hauke Möller (Gitarre), Philipp Ellerbrock (Bass), Max Wiechmann (Schlagzeug)
Gründung: Januar 2016
Genre: Individueller Pop
Sprache der Songs: Englisch
Heimatort: Bad Oldesloe

Aktuell sind ihre Songs & Infos hier veröffentlicht:

Am 27.9. tritt die Band auf der Nachtschwärmer-Tour in Bad Oldesloe auf (Kultur-und Bildungszentrum)


Am Montag, 24. September, wird es um 19.30 Uhr humorvoll, wenn Carola Padtberg im alten Rathaussaal ihr neues Buch „Ich muss mit auf Klassenfahrt, meine Tochter kann sonst nicht schlafen!“ vorstellt. Ein Muss für Eltern und Lehrer? Mal sehen, ob das zum Lachen oder Weinen wird …

Die Lesart in Reinfeld findet jährlich mit einem Wochenprogramm statt. 2018 vom 22.9. bis 07.10. statt. Programm:

 

280 Kinder nehmen teil, circa 200 Betreuer sind dabei: Bei der Eröffnung der Kinderstadt Stormini 2018 in Reinfeld auf dem Schulgelände der Immanuel-Kant-Schule und dem Reinfelder Sportplatz sangen sie zusammen den Stormini-Song. Weitere Infos lesen

Ab Montag berichtet Reinfelds Schülerzeitung mehr-> gehe zu erkant.de

Der Ferienpass 2018 der Jugendpflege in der Stadt Reinfeld ist fertig und steht online auf der Homepage www.reinfeld.de als pdf bereit.

Gedruckt liegen die Aktionshefte in den drei Reinfelder Schulen aus, ebenso wie im Rathaus, der Bücherei und im Jugendtreff im Ganztagszentrum Bischofsteicher Weg 75 b. Jugendpflegerin Katrin Göhlert dankt den vielen Anbietern, freut sich auf abwechslungsreiche Sommerferien und zahlreiche Anmeldungen, die ab Montag, dem 25.06.2018 möglich sind.

Öffnungszeiten des Jugendtreffs:
Montag, Mittwoch, Donnerstag
jeweils 14.00-18.30 Uhr
(in den Ferien gelten Sonderöffnungszeiten oder, der Treff bleibt geschlossen)

Das Foto von Fotowettbewerbs-Gewinnerin 2016 Merle Stoltenberg signalisiert, worum es geht: Wie sich die Stadt Reinfeld bereits verändert hat und noch entwickeln kann.

Bereits seit 2014 sorgen sich Bürger und Händler, sowie überwiegend die Reinfelder Grünen durch Beteiligung in nicht-politischen Arbeitsgruppen um die Innenstadtentwicklung – z.B. in der AG, die u.a. die Website Reinfeld-Aktiv.de aufgebaut hat, wie auch durch Teilnahme in 2017 an Sitzungen der sogenannten Interessens- und Standortgemeinsschaft (ISG) Reinfeld, die Bürgermeister Heiko Gerstmann und Marketing-Beraterin Susanne Braun-Speck initiiert hatten.

Zuletzt wurde im Herbst 2017 von den Stadtverordneten entschieden, kein Geld in die Innenstadt-Entwicklung zu investieren, sondern dies dem Handel zu überlassen. Diese können das nicht finanzieren, weshalb die Aktivitäten Ende 2017 eingestellt wurden.

Einladung zum politischen Spaziergang – vermutlich bei bestem Wetter

Jetzt nehmen die Reinfelder Grünen den Faden wieder auf und laden alle interessierten Bürger aus Reinfeld und Umgebung zu einem politischen Spaziergang mit anschließender Diskussion ein. Mit dieser Veranstaltung haben die Beteiligten die Möglichkeit, Ideen einzubringen, Wünsche zu äußern und Fragen zu stellen.

  • Warum ist neben dem Rathaus seit Jahren ein riesiges Loch?
  • Welche Baumaßnahmen sind rund um unser Rathaus geplant und
  • welchen Standort könnte das geplante Jugendzentrum bekommen?
  • Wo soll das Fachmarktzentrum genau entstehen und
  • was passiert in den nächsten Jahren rund um den Bahnhof?

Der politische Spaziergang findet am Freitag, den 20. April 2018 ab 17.00Uhr statt. Treffpunkt ist vor dem Rathaus.

  • Wer möchte, kann erneut an der – politisch neutralen – Umfrage von 2015 + 2017 teilnehmen (klick hier).
  • Der aktuelle Presse-Artikel in der LN (online lesen) thematisiert auch genau dieses Thema.