Seit Juni 2021 ist das Befahren mit Fahrzeugen OHNE Motor, wie Paddelbooten und SUP-Boards, auf dem Herrenteich kostenfrei erlaubt. Das ist wunderbar, belebt ein klein wenig die Innenstadt, und ist herrlich anzusehen, meinen Mitglieder von Reinfeld-Aktiv. Allerdings zeigten sich Stadtverwaltung Reinfeld, der Fischpächter und der NABU zuletzt in einem Artikel der LN am 10.7.21 besorgt. Zudem gab es bereits „heiße“ Diskussionen in der Politik dazu.

Gegendarstellung (Gegendarstellung in der LN dazu):

Was ist tatsächlich los im, auf und nahe des Herrenteiches?

Angeblich hat sich die Anzahl der motorlosen Wasserfahrzeuge stark erhöht – doch davon kann kaum die Rede sein.

Seit vielen Wochen fotografieren verschiedene Leute, was auf dem Wasser los ist. Wenn 5 SUP-Boards zeitgleich auf dem Wasser sind, ist das viel … Meistens ist nichts los – selbst bei bestem Wetter. Vermeintlich viel los ist nur, wenn Rudertraining ist oder – wie in letzter Zeit sehr häufig zu sehen ist – wenn die Leih-Tretboote unterwegs sind. Zudem, wenn eine Schulgruppe ihr SUP-Training hat. Aber das ist so selten, dass es kaum der Rede wert ist.

Abbildung 2 – Ein Tretboot, ein SUP-Board (kaum zu erkennen) – auf dem Herrenteich ist meistens wenig los.

SUP-Fahrer sollen laut dem NABU Vögel aus ihren Nestern vertreiben, weil diese stehen. Weil sie stehen???

Stehen die Menschen an der Promenade nicht? Oder die Spaziergänger, Jogger und Fahrradfahrer rund um den Herrenteich? Sind nicht vielmehr die Mannschaftsboote mit vier bis sechs Paddeln, die zeitgleich ins Wasser schlagen, so störend, dass Tiere sich erschrecken? Oder das Quietschen der Tretboote? Was ist mit dem starken, lauten Straßenverkehr, der auf der Stadtseite herrscht – mit LKWs, Motorrädern, etc.?

Der Herrenteich ist mitten in der Kleinstadt – das Leben ist hier endlich wieder zu spüren und das ist gut so!


Was sorgt tatsächlich dafür, dass der Fischbestand gesunken war?

Weiterhin sollen die leisen, ruhigen, naturverbundenen, überwiegend „mittelalten“ SUP-Fahrer, die Schuld daran tragen, dass der Fischbestand / -ernte im letzten Jahr geringer war. Fachleute aus der Fischerei-Branche, die wir interviewt haben, meinten: Das kann nicht sein! So leicht lassen Fische sich nicht stören! Sie reagieren eher auf Lärm negativ, anstatt auf Etwas, was leicht und leise über die Wasseroberfläche schwebt.

Außerdem: Karpfen brauchen zwei bis drei Sommer, damit sie eine marktfähige Schlachtreife erreichen. Ein einziger Sommer mit ein paar wenigen RUHIGEN Wassersportlern mehr, hält die am Grund lebenden Fische nicht von der Vermehrung oder dem Wachstum ab. Phosphat und Nitrat erzeugen mehr Nährstoffe im Teich und wirken wachstumshemmend bei Fischen – wieviel davon ist im Herrenteichwasser? Hat die starke Algenblüte der letzten Sommer damit etwas zu tun? Woher kommt die?

Eutrophierung ist das Fachwort dafür und zeigt sich durch trübes Wasser, giftige Algenblüten, Sauerstoffmangel und Verlust der Artenvielfalt inklusive Fischsterbens. Siehe ggf. Erklär-Video dazu (Link).

Wie stark beeinflusst die jährliche Algenplage im Herrenteich das Fischwachstum?

Karpfen brauchen viel Wärme, die richtigen Wassertiefe, die richtige Fischarten in Gesellschaft, giftfreies Wasser. Wie hat sich vorletztes (?) Jahr ausgewirkt, dass der Herrenteich dreimal solange abgelassen war, als normal? Als das Karpfenfest auch x Mal verschoben wurde? Wie hat sich der kalte Winter ausgewirkt, als der Herrenteich – nach vielen Jahren malwieder – zugefroren war (zu kleiner Schwimmraum)? Wie vertragen sich die Karpfen mit den Neuen? Den Forellen, Rotaugen und ggf weiterem Besatz? Haben die Karpfen Stress durch den neuen und ggf. zu hohen Besatz?

Fakt ist: Im Herrenteich kommen für das Fisch- und Vogelwohl viele verschiedene Faktoren zusammen. Doch die Eutrophierung, da jedes Jahr wiederkehrend, dürfte der entscheidenden Faktor sein. Die Ursachen dafür sollten gefunden und behoben werden!


Eine einzige spezifische Expertenmeinung wurde angehört, mehr nicht!

Ein Wasservogel füttert seinen Nachwuchs mit dem Futterbesatz für Forellen („Rotauge“ – ist in der Vergrößerung am PC erkennbar). Grau- und Silberreiher sowie viele andere Wildtiere am Teich fressen auch Fisch.

Bisher ist lediglich der NABU als Experte angehört worden. Experten für Stadtentwicklung und Tourismus sind nicht angehört worden! Ebenso wenig Experten für Kinder- und Jugendgesundheit! Fragen stehen aus, wie:

Welche alternativen Angebote, die auch insbesondere in den Ferien, gibt es für Kinder und Jugendliche? Welche von den wenigen, sind gerade gesperrt (Skaterbahn) oder nicht am Nachmittag betreten verboten (Schulgelände)? Wie wirken sich die neuen Grenzpfeiler / Absperrungen am Herrenteich, sowie neue und geplante Verbotsschilder auf den Tagestourismus aus?

Wie wirkt sich das auf die kleinen, übriggebliebenen Geschäfte in der Innenstadt aus? Brauchen die wenigen Gastronomen, die Apotheke, etc nicht unbedingt die wenigen Einheimischen, die hierbleiben, anstatt woanders hinzufahren? Sollen diese und die wenigen Tagesgäste ganz vergrault werden?

Verliert Reinfeld am Ende noch die Auszeichnung als staatlich anerkannter Erholungsort?!

Eine der jüngsten Absperrungen in Reinfeld – Folge: ein Parkplatz weniger, welcher für Familien mit kleinen Kindern und Senioren, für die ein Fußmarsch dorthin zuviel wäre, absolut von Bedeutung war.

Das Gutachten dafür muss regelmäßig wiederholt werden. Voraussetzung ist jedoch eine auf Tourismus ausgelegte Infrastruktur. Diese gäbe es nicht mehr, wenn auch noch – neben all dem, was in der Innenstadt bereits geschlossen wurde und/oder nicht genehmigt worden ist – wenn das Befahren des Herrenteiches mit motorlosen Fahrzeugen von erholungssuchenden Privatpersonen verboten wäre und überall Grenzpfeiler und Verbotsschilder stehen. In der KurortVO dazu heißt es:

„In Erholungsorten sind Aushangtafeln oder vergleichbare Möglichkeiten, mit denen sich die Gäste über Unterkunftsmöglichkeiten, Einrichtungen und Veranstaltungen im Ort unterrichten können, vorzuhalten.“ Beigefügt ein Schild-Vorschlag dafür.


Naturschutz liegt uns am Herzen! Ebenso wie das Wohl der Menschen!

Mit dem stadtweit kursierenden Argument, Privatpersonen würden mit ihren SUP-Boards in die Seerosen und das Schilf fahren, möchten wir dann auch noch mal aufräumen, denn: So ziemlich jeder Wassersportler weiß, dass Seerosen unter Naturschutz stehen. Zudem würden sich darin Paddel und Finne verheddern – selbst Rechtsunkundige würden das einmal tun und dann nie wieder. Weiterhin ist Schilf echt unangenehm, schneidet in die Haut. Wer sollte sich das freiwillig antun wollen?

Fakt ist: Der Herrenteich ist NICHT der reinen Fischzucht vorbehalten; dann wären auch das Ruderclub-Training und Freibad samt Tretbooten untersagt. Es ist ein öffentliches Gewässer, welches der Gesundheit und dem Wohlbefinden aller Bürger kostenfrei dienen soll (laut Landeswassergesetz von Schleswig-Holstein)

Ähnliche Schilder sollen lt. KurortVO in staatlich anerkannten Erholungsorten stehen. In Reinfeld sind die wo??

An Ende zählen keine persönlichen Interessen von Unternehmern, die Geld verdienen wollen. Am Ende zählt das Gemeinwohl aller Bürger, sowie Erhalt der Auszeichnung “staatlich anerkannter Erholungsort“ – und das geht nur, wenn die Herrenteich-Nutzung für motorlosen Wassersport erlaubt ist, denn Stand-Up-Paddling ist ein absoluter Trend und bietet eine Form der Erholung, wie kaum ein anderer Sport. Auch für Tagestouristen, also ohne Genehmigungsverfahren. Und all das mit netten Willkommensschildern, Parkplätzen, und mehreren Wasserzugängen – auf beiden Stadtseiten.

Kurz: So, wie es aktuell ist, kann es bleiben. Nur Gästefreundlicher und Serviceorientierter sollte es noch werden, damit Reinfeld die Auszeichnung „Staatlich anerkannter Erholungsort“ nicht verliert!

Gezeichnet: Susanne Braun-Speck, Michael Falkert und weitere von Reinfeld-Aktiv

 

In Hamburg, Lübeck, Ratzeburg, Segeberg, an der Ostee, auf der Trave, etc sind SUP-Fahrer ganzjährig zu sehen. In Reinfeld aber war das bisher genehmigungs- und kostenpflichtig und jährlich nur von Juni-September erlaubt. Tagestouristen durften entsprechend garnicht auf dem Herrenteich Stehpaddeln oder Bootfahren. Das ist jetzt anders. Wasserfahrzeuge OHNE Motor dürfen es jetzt.

Stand-up-Paddling, kurz SUP, auf Deutsch “Stehpaddeln”, ist ein weltweiter Trendsport, der sich immer größerer Beliebtheit erfreut. Auf allen Gewässern, den Seen, Teichen, Flüssen, Kanälen außerhalb und innerhalb von Städten, sowie auf ruhigen Meeren ist SUP möglich. Stand-Up-Paddling trainiert den Körper ganzheitlich, beruhigt den Kopf, nimmt Stress, lässt aufatmen. Yoga-Training auf dem Board gibt es auch.

Der Herrenteich in Reinfeld ist für Einheimische ein Erholungs- und Trainingsort, der für Lebensqualität, Gesundheit und Wohlbefinden sorgt. Im Corona-Sommer 2020 waren aufgrund mangelnder Alternativen auch wieder mehr Kinder und Jugendliche am, im und auf dem Wasser. Das ist gut für ihre Gesundheit – körperlich und seelisch!

Wie toll das ist, kann auch in einem alten Video der Redaktion gesehen werden (Urheber: erkant.de Redaktion):


In der aktuellen Mai-Woche wurde aber von der Stadt Reinfeld eine Information per E-Mail versendet, die hieß: Zukünftig wäre das Befahren des Herrenteiches mit motorlosen Wasserfahrzeugen für Privatpersonen verboten! Nur noch bei dem neuen Verein, der zukünftig die Badeanstalt betreut, dürften Boote und SUP-Boards gemietet werden. An Privatpersonen könnten keine Genehmigungen mehr erteilt werden. Dass, weil die Stadtverordneten-Versammlung beschlossen hätte, die Ziffer 15 und 15a in der Satzung und Nutzungsordnung von Räumen, etc. der Stadt ersatzlos zu streichen. Diese Ziffern betreffen die Badeanstalt und Wasserfahrzeuge ohne Motoren auf dem Herrenteich.

Das Schwimmen an der Badestelle soll nun jederzeit und kostenfrei möglich sein.

Allerdings unbewacht. Nur noch an den Wochenenden wird die DLRG da sein. Bademeister, die von der Stadt beschäftigt werden, gibt es nicht mehr. Um das zu ermöglichen, beschlossen die Stadtverordneten am 19.5.21, oben genannte Ziffer 15 zu streichen.

Weiterhin wurde aber auch die Ziffer 15a gestrichen. Diese drehte sich um die kostenpflichtige Genehmigung von motorlosen Wasserfahrzeugen wie Booten und SUP-Boards. Nach Aussage einiger Politiker wurde weder darüber gesprochen, noch war es geplant gewesen, auch die Ziffer 15a zu streichen. Das ist aber passiert. Laut dem Bürgermeister auch gewollt. Er geht ihm zum Beispiel um touristische Anreize für Tagesausflügler, sagte er gegenüber einer Redaktions-Mitarbeiterin. Auf der Website der Stadt steht derzeit (Stand: 27. Mai) zudem geschrieben, das Genehmigungsverfahren wäre zu teuer gewesen und deshalb entfallen. Boote sollen aber bitte freiwillig angemeldet werden bei: manuela.baer@stadt-reinfeld.de

Ganz andere Worte stehen in einer Sitzungsvorlage (siehe PDF) aus November 2020! In dieser wird vielschichtig diskutiert, ob der neue Freibad-Verein sich finanziell tragen kann oder nicht. Es gibt einen gemeinnützigen sowie einen wirtschaftlichen Zweckbetrieb des Vereins. In der Sitzungsvorlage stehen auch die Argumente, warum es – durch das SUP-Board-Vermietungs-Angebot des Freibad-Vereins – möglicherweise zu viele Wassersportler auf dem Herrenteich geben könnte. Screenshot aus der Sitzungsvorlage:


So oder so: Am Ende von umfangreichen Recherchen (auch durch die große erKant-Schwester, der Lübecker Nachrichten), vielschichtigen Diskussionen, etc steht nun fest: Ja, die Ziffer 15a ist auch gestrichen. Und dadurch ist jetzt:

Das Befahren mit Wasserfahrzeugen OHNE Motor auf dem Herrenteich erlaubt!

Die Streichung von Ziffer 15a der Reinfelder Satzung bedeutet, anders als zunächst von der Bauamts-Mitarbeiterin mitgeteilt, dass nun das Landeswassergesetz von Schleswig-Holstein gilt. Laut Ziffer 18:

Darf Jedermann unter den Voraussetzungen des § 25 WHG auf eigene Gefahr die oberirdischen Gewässer zum Baden, Waschen, Tränken, Schwemmen und Eissport benutzen. Landeseigene Seen dürfen auch für den Tauchsport benutzt werden.

Inbegriffen sind darin auch motorlose Fahrzeuge wie Boote und SUP-Boards. Kurzum: Bisher sind nur die Mitglieder des Rudervereins sowie Ortsfremde, meistens Tagestouristen, kostenfrei auf dem Reinfelder Herrenteich unterwegs gewesen. Ortsfremde dürften in der Regel nur das Landeswassergesetz kennen, aber nicht die Ziffer 15a in der betreffenden Reinfelder Satzung. Nun ist es gerecht und alles, was weder Natur noch Menschen schadet, erlaubt.

Schlussendlich dürften sich auch Cafe- und Restaurant-Betreiber freuen, denn wenn Einheimische bleiben, anstatt woanders hinzufahren und mehr Tagestouristen kommen, profitieren sie davon auch.

“Es klingt total super, Wassersport machen zu dürfen (woanders ist das schon lange normal …), danach ein Fischbrötchen essen oder ein Alster im Mocca trinken zu können. Okay, zugegeben: Kids werden vermutlich eher Pommes in der Badeanstalt bevorzugen. Auf jeden Fall klingt es nach “Gästefreundlich” und Zukunft für die Stadtentwicklung!” sagte eine Reinfelderin zur Erkant-Redaktion.

Tipps & Hinweise:

  • Das Befahren von Seerosen-bewachsenen Bereichen ist aus Naturschutz-Gründen nicht erlaubt. Auf Wasservögel, etc sollte Rücksicht genommen werden.
  • Das Anlegen mit SUP-Boards und Booten an der Promenade ist stellenweise gefährlich, da dort Schleusen sind. Unabhängig von etwaigen Verboten, sollte aus eigenem Interesse dort nicht angelegt werden.
  • Weiterhin wäre empfehlenswert, außerhalb der Trainingszeiten des Rudervereins, auf dem Wasser unterwegs zu sein. Wenn doch sollte am Rande des “Sees”, also rechts und links von der mittleren Fahrbahn, gefahren werden. Es könnte sonst zu Kollisionen kommen, die für die Schwächeren gefährlich sein könnten.
    • Ergänzend: Anders, als auf dem HT häufig kommuniziert, gilt: Unabhängig von der Antriebsart ist ein überholendes Fahrzeug (also das schnellere) immer ausweichpflichtig !!! (vgl. Regel 18 Satz 1 KVR). Weiterhin gilt es, rechts zu fahren.

Dem Reinfelder Verein sii-kids & -talents e.V. (u.a. Initiator & Unterstützer der Online-Schülerzeitung erkant.de) wurde am 16.12.20 im Rathaussaal eine Auszeichnung für seine Nachhaltigkeits-Kurse überreicht.  Einige Kurse sind jetzt offen zugänglich.

Die für den 17. November 2020 geplante feierlicher Preisverleihung in Kiel musste Coronabedingt abgesagt werden. Kurz vor dem erneuten harten Lockdown hat RENN.nord den Preisträgerinnen aus Schleswig-Holstein den Preis in Rendsburg und Reinfeld vor Ort überreicht.

Umweltminister Jan Philipp Albrecht drückte den Preisträgerinnen seine Glückwünsche mit einer Video-Botschaft aus und gratulierte (siehe unten).

Vom Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) in Kooperation mit den Regionalen Netzstellen Nachhaltigkeits-Strategien (RENN.nord) wurden bundesweit 40 Initiativen als „Projekt Nachhaltigkeit 2020“ ausgezeichnet. Zwei davon aus Schleswig-Holstein. Dabei: Das Flensburger Projekt „Nachhaltig erzählen“ der Büchereizentrale Schleswig-Holstein, vertreten durch Susanne Brandt. Sowie das Projekt „Media4Teens“ vom Verein sii-kids & -talents eV., vertreten durch Susanne Braun-Speck, mit digitalen Angeboten für „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (kurz: BNE) aus Reinfeld.

„Eigentlich wollten wir die Preisverleihung im November in der Lille-Brauerei in Kiel feiern, inklusive einem Auftritt von MASH!-Der Musical Academy Schleswig-Holstein, die ein Musical zu den 17 Nachhaltigkeitszielen entwickelt haben. Nun haben wir die Preisträgerinnen vor Ort besucht, um die Preise zu überreichen. Beide Projekte sind tolle Beispiele für gelungene Bildung für nachhaltige Entwicklung.“, sagt Dr. Maria Grewe, Mitarbeiterin von RENN.nord.

Online-Schülerkurse von Media4Teens sind jetzt offen zugänglich!

„Ich beschäftigte mich 2020 überwiegend mit nachhaltiger „Digitaler Bildung“. Wie sieht digitale Bildung aus, die Schülern nachhaltig nutzt und langfristig wirkt? Aktuell erschweren unter Anderem fehlende informatische Grundkenntnisse Schülern (m/w/d) und Lehrkräften das Distanzlernen per Homeschooling. Dazu gibt es jetzt offene Kurse„, verkündigte Susanne Braun-Speck. In diesen geht es um:

  • Online- / Video-Konferenzen – als SuS daran teilnehmen
  • E-Mails einrichten & nutzen
  • Hausaufgaben-Organisation bei Homeschooling
  • Text-Bearbeitung & -Formate
  • PDF-Dateien kennen, erstellen & nutzen
  • sowie der BNE-Kurs mit dem Thema “Smartphones” als mögliche Projektarbeit

Der folgende Link führt zu den Kursen: https://media4schools.de/kurse/

Hier die Video-Botschaft von Minister Albrecht:

 

Am 14.12.20 war es endlich soweit: Die Staatskanzlei von SH hat das Video vom Fotowettbewerb freigegeben und auf dem Youtube-Kanal vom Kulturfestival-SH veröffentlicht :-)

 

 

 

Erst vier Wochen nach dem Finale des Fotowettbewerbs von Reinfeld-Aktiv nahmen die Gewinner ihre gerahmten Bilder in Empfang – ungewöhnlich spät. Aber nicht nur das war anders als in den Jahren vorher: Die Veranstaltung, die ehemals als Stadtmarketing-Aktion erdacht wurde und die lokalen Handel stärken sollte, fand 2020 im Rahmen des Kulturfestivals von Schleswig-Holstein statt und: aufgrund der Corona-Regeln, im kleinen Kreis und ganz ruhig.

In den drei Jahren vorher wurden die Fotos vom Fotowettbewerb von Reinfeld-Aktiv jeweils in der Reinfelder Kulturnacht gewürdigt. Dabei gab es Sekt & Selters, Musik, gut gelaunte Teilnehmer und jede Menge Gäste. Doch am 1. Oktober 2020, beim Finale des 4. Fotowettbewerbs, war alles anders: Das Event fand unter Corona-Bedingungen im großen Saal des Alfaparks statt. Wegen der Corona-Regeln sollten nicht mehr als 30 Personen dabei sein. Groß und luftig war der Saal; Stehtische und Bänke standen weit auseinander; es gab Desinfektionsmittel am Eingang, eine Teilnehmerliste, in die sich alle eintragen mussten; Getränke (gespendet vom Handelsverein Reinfeld) gab es nur in Flaschen, etc. Ruhig und leise ging es bei der Preisverleihung zu. Das Juryteam stand gemeinsam, jeder an seinem Stehtisch, vor den Gästen.

Beim Finale präsentierte die Jury viele, aber nicht alle teilnehmenden Fotos samt Anmerkungen und Hinweisen zu passenden Nachhaltigkeitszielen. Fotografen, deren Bilder gezeigt und ausgelobt wurden, erzählten selbst ein wenig zu ihren Bildideen. Dabei waren diverse Motive zum Thema Plastik/plastikfrei und unverpackt; alternative Energie-Gewinnung, CO2-freie Fortbewegung, Material-Wiederverwendung & Rohstoff-Recycling, ökologische Landwirtschaft, etc.

Doch die Krux war: Alle drei Erstplatzierten konnten an der Preisverleihung nicht teilnehmen. Die Gewinnerin bei den Kindern & Jugendlichen befand sich in Corona-Quarantäne; einer musste länger als geplant Arbeiten; der Dritte nahm einen anderen, zeitgleichen Termin wahr. Entsprechend suchten sich die jeweils Zweitplatzierten als erstes Gewinne aus. Das nachhaltige Smartphone gewann Leonie Hille mit einem Bild zum Thema Plastikfrei / unverpackt. Wie in den Jahren zuvor, ging keiner der Teilnehmer leer aus.

Es gab Gewinne im Gesamtwert von rund 1.000 €!

Kinder & Jugendliche freuten sich über Bargeld und Eis-Gutscheine. Erwachsene über Massage-, Apotheken- & Einkaufs-Gutscheine, sowie Blumen & Baumzertifikate, etc. Einen Monat später konnten die Erstplatzierten ihre, von Druckerei Masuhr gespendeten, Bilder endlich gerahmt entgegennehmen. Die Übergabe fand Corona-bedingt im Freien bei Braun-Speck Zuhause statt.

Fotowettbewerb-Gewinner 2020. Links: Tommy Janzen mit Sohn (stellvertr. für Minoka ); rechts Timo Freistein. Foto: Susanne Braun-Speck

Auf dem Foto sind die beiden erwachsenen Gewinner – Tommy Janzen (li) und Timo Freistein (re) – mit ihren Fotos zu sehen. Der kleine Mann ist der Sohn von Janzen und stellvertretend für Minoka (Gewinnerin der Ki/Ju) mit ihrem Bild darauf zu sehen. Sie selbst macht derzeit weiter weg ein Praktikum und konnte nicht dabei sein.

„Unter Corona-Bedingungen eine Preisverleihung durchzuführen, ist schon besonders. Die Vorbereitungen dafür waren aufwendig und bis ins letzte Detail durchdacht. Bei dem Finale fehlte natürlich die ausgelassene Partystimmung wie in den Jahren davor. Aber es war nett!“ erzählte Eventleiterin Braun-Speck.

Jetzt warten die Beteiligten nur noch auf den Mitschnitt, das Video, vom Filmteam des Kulturfestivals Schleswig-Holstein. Ein wenig erwartungsvolle Spannung ist also noch übrig.


Jury & Unterstützer:

Die Gewinne spendeten: Armin Adib-Moghaddam, Blumen-Fischer, Druckerei Masuhr, Eis-Witt, Famila, Krankengymnastik am Weinberg, Neue Apotheke, Reformhaus Reinfeld, SHIFT GmbH zus. mit Sii-Kids, Wasserhelden

 

 

#Das „Einheitsbuddeln“ ist eine nachhaltige Baumpflanz-Aktion, zu dem das Land Schleswig-Holstein 2019 erstmalig aufgerufen hatte. In Reinfeld gibt es am 3.10.20 eine Aktion der WIR und für jeden Bürger die Möglichkeit, seine persönliche echte oder digitale Aktion hier online einzutragen.

125.000 Bäume wurden im letzten Jahr geplanzt. Mittlerweile ist es ein bundesweites Projekt für den Tag der Deutschen Einheit geworden. Ziel soll sein, dass jedes Jahr am 3. Oktober Jede*r in Deutschland einen Baum pflanzt, damit bestenfalls jedes Jahr ein neuer Wald entsteht – für unser Klima, für unsere Kinder, für die Zukunft unserer Welt. Die Website einheitsbuddeln.de, entwickelt in 2019 in Schleswig-Holstein, ist jetzt auf die Bundeswebsite umgeleitet. Leider ist die Karte / der Online-Plan mit Aktionen nicht mehr aktiv. Für Bürger ist es 2020 schwer, einen Ort zum Mitmachen zu finden.

Doch in Reinfeld gibt es was:

Dabei sein: In Reinfeld pflanzt die WIR-Fraktion eine vier Meter hohe Robinie („Baum des Jahres“). Das ab 11 Uhr an der Kreuzung Heimstättenstraße / Alter Garten.


Mitmach-Aktion: Wer pflanzt(e) alles in Reinfeld einen – echten oder digitalen – Baum? Zeige ihn gerne hier!

Jeder aus Reinfeld und Umgebung hat dazu die Möglichkeit, als Kommentar mit Bild seine Pflanz-Aktion einzutragen. Das können echte Pflanz-Aktionen im Garten, auf dem Balkon, im Wald oder bei der WIR sein, genauso wie digitale Baum-Spenden.

  1. Hast Du einen Baum oder Setzling heute (3.10.20) gepflanzt oder dabei zugesehen?
  2. Davon ein Foto oder Screenshot gemacht?
  3. Scrolle auf jeden Fall auf dieser Seite bis UNTER den Artikel
  4. und füge dort Deine Aktion als Kommentar mit Bild hinzu

Auch einige Teilnehmer des Fotowettbewerbs von Reinfeld-Aktiv können einen digitalen Baum pflanzen.

Es gibt mehrere Online-Portale auf denen Bäumen gespendet werden können. Am Bekanntesten ist vielleicht  Plant-for-the-Planet (klick hier, um dorthin zu gelangen). Dort können Bäume ab einem Preis von 2,- € gespendet werden.

Einige Teilnehmer des Fotowettbewerbs haben ein Baum-Zertifikat von der Firma „Wasserhelden“ aus Hamburg des Projektes treedom bekommen. Damit erhalten diese ihr eigenes #Heldenbäume im #Heldenwald. Jeder Baum hat seine eigene Profilseite im Internet, worüber Updates zu dem Projekt und den Kleinbauern vor Ort zu sehen sind. Wer sein Baum-Zertifikats-Gewinn einlösen möchten, nimmt das ausgedruckte Zertifkat zur Hand, geht auf die Website https://www.treedom.net/ und klickt hier im Menü auf „Hast du einen Treedcode“ und gibt dort seinen Code ein.

Das Foto-Thema „Nachhaltigkeit / 17 Ziele“ war einerseits kompliziert, andererseits sehr vielfältig und damit wiederum einfach. Die Jury tagte am Samstag, 26.9.2020 und das Finale fand am Donnerstag, 1.10. im Alfa-Park statt. Das im Rahmen des Kulturfestivals SH sowie im Rahmen von #TatenFuerMorgen! Ein Link zu dem Mitschnitt wird bald mitgeteilt.


Das sind die bestplatzierten Fotos (2x Ki/Ju, 3x Erw. Smartphone, 1x Erw. Kamera):

Ki/Ju 1. Platz: Mik

Black is beautiful Die schwarze Zahnpasta aus Aktivkohle & Kokos plus einer Zahnbürste aus Bambus, mit Borsten aus pflanzlichem Rizinus-Öl, ist mehrfach nachhaltig. Alles sind nachwachsende, biologisch abbaubare Rohstoff und besser als Kunststoffe/Plastik!

Erw. Handy 1. Platz: Timo

Cycling in the sunset Fahrradfahren ist die umweltfreundlichste Methode, um weitere Strecken zurückzulegen. Es entsteht dabei (außer durch Atmung) kein CO2 und erhält die Gesundheit nachhaltig.

Erw. Kamera 1. Platz: Tommy

Circle of Energy Das Foto zeigt die Energie Auflade-Trasse bei Reinfeld. Es geht hierbei um die Nutzung von nachhaltig erzeugter Energie für LKW, die sich auf der Straße und während der Fahrt aufladen können. Jury-Meinung: Spitze fotografiert, Autobahnen ohne Autos sind super, aber: sehr zwiespältiges Foto, denn: E-Highways werden als nachhaltig „verkauft“, deren Batterien -> Herstellung aber sehr schädlich für die Umwelt ist, zu teuer, etc. (Presse-Info dazu folgt).

Ki/Ju 2. Platz: Alex

Öko-Huhn sucht Öko-Strom Wäre es nicht schön, wenn unter all den Windenergie-Anlagen viele glückliche Hühner leben könnten? Das Hühnchen ist auf dem Bild zwar etwas unscharf, aber es ist eben neugierig und lebendig und nicht eingesperrt.

Erw. Handy 2. Platz: Leonie

Biologisch-abbaubarer Spülschaum ohne Plastik Jeder von uns kann etwas dazubeitragen, dass die Gewässer, Meere & Natur dieser WELT durch Plastikvermeidung vielleicht doch noch gerettet werden.

Erw. Handy 3. Platz: Sabine

Plastikfreies Reinfeld - unverpackt Einkaufen & neugierige freilaufende Öko-Hühner

 


Alle Ki/Ju-Fotos mit Smartphone:

Plastik (-frei), Fairtrade

Plastik (-frei)

Plastikfrei, Nachhaltige Bildung

Energie-Gewinnung, Blühwiesen, Tierwohl, -haltung

Tierwohl, -haltung, Energie-Gewinnung

Tierwohl, -haltung

Tierwohl, -haltung

Engagement

Engagement, Plastik-frei

Natur


Fotos von Erwachsenen mit Kamera:

Energie-Gewinnung

Energie-Gewinnung

Plastikfrei

Natur, Blühwiesen

Tierhaltung, Landwirtschaft


Fotos von Erwachsenen mit Smartphone:

Autofreie Fortbewegung / CO2 Sparen, Natur

Autofreie Fortbewegung / CO2 Sparen

Autofreie Fortbewegung / CO2 Sparen, Natur

Upcycling, Ressoucren-Nutzung

Müll (-vermeidung), Umwelt

Müll (-vermeidung), Umwelt

Energie-Gewinnung

Rohstoffe, Wiederverwendung + Plastik

Lokal, Regional, LM-Verschwendung

Lokal, Regional, LM-Verschwendung + Plastikfrei

Lokal, Regional, LM-Verschwendung

Lokal, Regional, LM-Verschwendung

Plastikfrei, Tierhaltung

Plastikfrei

Plastik (nicht -frei)

Tierhaltung, Nachhaltige Bildung

Upcyling, Rohstoffe

Upcyling

Upcyling

Engagement

Engagement

Plastik Im Meer

Natur Schützen

Natur, Hecken Für Insekten

 

Am Sonntag, 20.09.2020 von 10:30 bis 14:30 findet in der Straße „Am Weinberg“ und in der „Sandkoppel“ in Reinfeld ein privater Straßenflohmarkt statt. Mehrere Anwohner stellen auf ihren Grundstücken Stände bereit und laden zum Stöbern ein. Die Besucher wandern durch die Straßen und können dabei das ein oder andere schöne Stück erstehen. Besucher sind herzlich Willkommen! Organisatorin ist Sabine Gosch.

Die Reinfelderin Saskia Tietz startet lokale Nachhaltigkeits-Sammelaktion! Unterstützt wird sie vom Reformhaus, welches jetzt eine Annahmestelle für Althandys ist. Dort steht eine Sammelbox für alte Handys, um der Verschwendung wichtiger Ressourcen entgegenzuwirken und damit die Erhaltung der Lebenswelt von Menschenaffen & anderen Tieren zu unterstützen. Nebenbei können Fotos für den Fotowettbewerb zum Thema Nachhaltigkeit entstehen.

Persönliche Erfahrungen im Regenwald von Kamerun

Die Initiatorin dieser Aktion sah vor mehr als 20 Jahren, als 16jährige, eine Reportage über Palmölabbau und die Zerstörung der Lebensräume der Menschenaffen, der Orang-Utahs. Das berührte sie nachhaltig und führte zu einer immer weitreichenderen Auseinandersetzung mit dem Thema Regenwaldrodung und -zerstörung. Deshalb reiste sie 2007 nach Limbe in Kamerun zu einer Gorilla- und Schimpansen-Auffangstation.  Seitdem organisiert sie jährlich eine Handy-Sammelaktion, Freunde und Familienmitglieder haben schon alle gespendet, doch in Reinfelds Haushalten liegen vermutlich noch sehr viele!

In dem kleinen familiären Reformhaus am Kreisverkehr in der Reinfelder Innenstadt steht nun eine Handysammelbox der Telekom (mehr Infos dazu, siehe Website), wo alte Handys ohne SD Karte und befreit von persönlichen Daten abgegeben werden können. Die Telekom spendet dafür pro Handy einen Betrag an ausgewählte Projekte. Die Reinfelder Sammelbox kooperiert gezielt mit der Organisation Pro Wildlife, welche sich vor allem für Arten- und Lebensraumerhaltung einsetzt.

Gelegenheit nutzen und Fotos machen.

Wer sein Handy im Reformhaus spenden geht, kann die Gelegenheit nutzen, um Fotos für den Reinfelder Fotowettbewerb zu machen. Bei diesem gibt es u.a. ein nachhaltiges Handy zu gewinnen, bei dem bestmöglich auf ressourcenschonende Rohstoffe und Materalien, möglichst wenig Plastik, keine Kleber und damit Austauschbarkeit von Einzelbauteilen gesetzt wird.

Beispielsweise sind darin Akku sowie Display nicht festverklebt, sondern können mit wenigen Handgriffen selbst ausgewechselt werden. Dadurch kann so ein Handy möglicherweise ein Menschenleben lang halten und damit Natur und Umwelt schützen und erhalten helfen. Denn:

Elektronische Geräte enthalten diverse metallische Rohstoffe.

In Deutschland wird allein von 124 Millionen Schubladenhandys ausgegangen. Die darin enthaltenen Rohstoffe sollten wieder verwendet werden, um Natur und Umwelt zu entlasten, denn die metallischen Rohstoffe der Erde werden immer knapper, bei gleichzeitig steigender Nachfrage. Ein Mobiltelefon besteht zu rund 25% aus Metallen. Pro recyceltem Gerät können im Schnitt 150mg Silber, 25mg Gold und 9g Kupfer, sowie kleine Mengen von Palladium und Platin zurückgewonnen werden. Im Recyclingprozess wird die Leiterplatte eingeschmolzen und im nächsten Schritt wieder in die Kreislaufwirtschaft zurückgeführt.

Eine große Menge der metallischen Rohstoffe wird in Regenwaldgebieten abgebaut!

Dabei wird die Lebenswelt vieler, vieler Tierarten zerstört und die Artenvielfalt massiv minimiert. Vor allem die großen Menschenaffen sind vom Aussterben bedroht. Zudem sind betroffene Regionen oft sogenannte Konfliktregionen. Ein großer Teil Wolfram, Coltan/Tantal, Zinn und Gold werden beispielsweise in der Demokratischen Republik Kongo gewonnen, welche von Bürgerkriegen geprägt ist. Darunter leiden insbesondere Kinder; viele werden auch zum Arbeiten gezwungen.

Mit dieser Sammelaktion und den daraus entstehenden Spenden soll dort etwas ankommen, wo es entnommen wurde, um den Kreis wenigstens wieder etwas zu schließen.

Die Sammelbox unterliegt dem Datenschutz und wird geschlossen an die Telekom versandt. Unterstützen kann man diese Aktion ganz einfach durch Weitersagen, sein altes Handy und vor allem auch, wenn man einen weiteren sicheren Standort für eine Sammelbox anbieten kann. Ansprechpartnerin: Saskia Tietz Email: saskiatietz11@gmail.com

Bei dieser Aktion könnt ihr coole Fotos für den Reinfelder Fotowettbewerb machen, denn: Radeln ist nachhaltig und nutzt dem Klima. Beim Stadtradeln treten Kommunalpolitiker*innen und Bürger*innen gemeinsam in die Pedale und radeln an jeweils 21 Tagen zwischen Mai und Oktober um die Wette. Dabei können sie sich selbst von den Vorteilen des Radfahrens überzeugen und gleichzeitig ein Zeichen setzen für mehr Radförderung, Klimaschutz und Lebensqualität. Über 400.000 Menschen aus 1.127 Kommunen folgten im letzten Jahr diesem Aufruf und legten mehr als 77 Millionen Kilometer auf dem Fahrrad zurück. Noch bis Oktober können sich weltweit Kommunen und Radler*innen für das Stadtradeln 2020 anmelden.

In Reinfeld nehmen, vom 05. bis 25. September 2020, sechs Teams am STADTRADELN teil. Alle, die in der Stadt Reinfeld (Holstein) im Kreis Stormarn wohnen, arbeiten, einem Verein angehören oder eine (Hoch-)Schule besuchen, können beim STADTRADELN mitmachen. Auch wenn das STADTRADELN bereits gestartet ist, kannst Du Dich noch registrieren und Kilometer für Deine Kommune sammeln. Und zwar hier: https://www.stadtradeln.de/reinfeld

Im Team „Radeln für Reinfeld“ von Teamkapitänin Ulrike Liese sind auch ADFC Mitglieder mit. Weiterhin gibt es eine offene Gruppe, eine der Stadtverwaltung sowie die der drei Schulen.

Die langjährige Kampagne steht in diesem Jahr im Zeichen der Coronakrise. Einen Grund, das Stadtradelnabzusagen, sieht Kampagnenleiter André Muno vom Klima-Bündnisnicht:„Das Fahrrad ist das derzeit sinnvollste Verkehrsmittel und ermöglicht den Menschen, die verbleibenden Alltagswege mit einem vergleichsweise geringen Infektionsrisiko zurückzulegen. Zudem fördertdas Fahrrad die Gesundheit und hilft dabei, der mit den Einschränkungen des öffentlichen Lebens einhergehenden Langeweile entgegenzuwirken, ohne dass es dabei zu engem zwischenmenschlichen Kontakt kommt.“

Auch das Erleben von Gemeinschaft ist dieses Jahr ein wichtiges Thema für die Kampagne. In Zeiten der Kontaktsperre ist das gemeinsame Sammeln von Fahrradkilometern in digitalen Teams, laut Muno, eine gute Möglichkeit, den aktuellen Einschränkungen ein bisschen davon und zusammen einem Ziel entgegen zu radeln.

Passend dazu prämiert das Klima-Bündnis 2020 auch die Kommunen, die durch besonders kreative Aktionen unter Einhaltung der Kontaktsperre viele Menschen zur Teilnahme mobilisieren mit einem Sonderpreis.